Eigene Bücher
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Flucht aus der Geschichte? Die russische und die chinesische Revolution heute
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- Kategorie: Eigene Bücher
- Domenico Losurdo
Was der Autor vormals in zwei Flugschriften * unserer Zeitschrift „Marxistische Blätter“ um die Jahrtausendwende veröffentlicht hat, wurde von ihm überarbeitet, aktualisiert und erweitert. Grund für uns, daraus ein Taschenbuch zu machen. Denn sein Anliegen ist und bleibt für heutige Kommunisten hochaktuell: sich der eigenen Geschichte kritisch bilanzierend stellen und daraus neue Kraft für kommunistische Identität schöpfen. Dazu der Autor in seinem Vorwort:
„1818, mitten in der Restaurationszeit und zu einem Zeitpunkt, da das Scheitern der französischen Revolution offenkundig schien, gingen auch jene, die das 1789 Begonnene anfangs begrüßt hatten, auf Distanz: es war für sie nun ein kolossales Missverständnis oder, schlimmer, ein schändlicher Verrat edler Ideale. Müssen wir diese Verzweiflung heute zu der unseren machen, wobei dann nur 1789 durch 1917 und die „Sache der Freiheit“ durch die Sache des Sozialismus zu ersetzen wäre? Müssen sich die Kommunisten ihrer Geschichte schämen?
In der Geschichte verfolgter ethnischer oder religiöser Gruppen begegnet uns eine merkwürdige Erscheinung. An einem gewissen Punkt neigen auch die Opfer dazu, sich den Standpunkt der Unterdrücker zu eigen zu machen, und beginnen deshalb, sich selbst zu verachten und zu hassen… Doch das Phänomen des Selbsthasses betrifft nicht nur ethnische und religiöse Gruppen. Es kann auch bei sozialen Klassen und politischen Parteien nach einer schweren Niederlage auftreten, vor allem wenn die Sieger, sobald die eigentlichen Waffen beiseite gelegt oder in den Hintergrund getreten sind, an ihrer tödlichen, heute durch das multimediale Feuer verstärkten Kampagne festhalten. Unter den vielen Problemen, mit denen die kommunistische Bewegung zu kämpfen hat, ist das des Selbsthasses gewiss nicht das geringste… Unglücklicherweise fasst der Selbsthass auch in den Reihen jener Fuß, die sich zwar weiterhin Kommunisten nennen, aber entschieden jeglichen Gedanken zurückweisen, sie könnten irgend etwas zu tun haben mit einer Vergangenheit, die für sie, wie für ihre politischen Gegner, geradezu ein Synonym für Verkommenheit darstellt. Der aufgeblasene Narzissmus der Sieger, die ihre eigene Geschichte verklären, findet so sein Gegenstück in der Selbstgeißelung der Besiegten.
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Die internationale Einheit der Kommunisten - Ein dokumentierter historischer Abriss
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- Harald Neubert
Alle Linken sind nach der Liquidierung der realsozialistischen Ordnungen in Europa mit den Auswirkungen einer rasch voranschreitenden, internationalisierten kapitalistischen Unordnung konfrontiert. In dieser Situation über die Notwendigkeit, den Charakter, die Strukturen und die Beschwernisse eines einheitlichen internationalen Zusammenwirkens aller Kräfte, die eine antikapitalistische, sozialistische Gesellschaftsalternative zum Ziel haben, nachzudenken und Wege zu erkunden, wie man dazu gelangen kann, ist dringender denn je. Ohne die kritische Bilanz der bisherigen - positiven wie negativen- Erfahrungen, wie sie die kommunistische Bewegung seit der großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Russland 1917 gemacht hat, ist die Formierung einer neuen stabilen internationalen Aktionseinheit allerdings wenig Erfolg versprechend.
In den Mittelpunkt dieses Buches stellt der Autor – ein anerkannter Insider auf dem internationalen Parkett- darum die Probleme, Alternativkonzepte und Erosionsursachen in Bezug auf die Einheit der internationalen kommunistischen Bewegung, besonders die Widersprüche zwischen den Idealen und der Realität, zwischen Ansprüchen und politischer Praxis, zwischen Erfordernissen und Versäumnissen in der kommunistischen Bewegung – dies generell in ihren Auswirkungen auf die Einheit. Somit geht es um eine kritische Bilanz, um Schlussfolgerungen aus der Geschichte.
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Die VR China - Vom Mittelalter zum Sozialismus
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- Helmut Peters

Mit dem Ausbruch und der Vertiefung der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise des kapitalistischen Systems hat die Beantwortung der Frage nach der Systemalternative eine unmittelbare Bedeutung angenommen. Wird die chinesischen Entwicklung, die auch aus Sicht der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag „dem Westen… in zunehmendem Maße die Systemfrage (stellt) und (ihn) … als alternatives politisches Ordnungsmodell … herausfordert“ neue interessante Perspektiven für eine alternative Welt eröffnen?
Die gegenwärtige Konzeption der KP Chinas für den Aufbau eines „Sozialismus chinesischer Prägung“ wird unter inneren und äußeren Bedingungen realisiert, die marxistische und andere progressive Kräfte des Auslands irritieren können. Das betrifft insbesondere das Verhältnis der Partei zum Kapitalismus und zum kapitalistischen Weltsystem. Kann überhaupt von einer sozialistischen Gesellschaft die Rede sein, wenn sich eine neue nationale Bourgeoisie herausbildet, sich der Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital zu einem wesentlichen gesellschaftlichen Widerspruch entwickelt und der Schutz des Privateigentums an Produktionsmitteln in die Verfassung aufgenommen wird? Ist der Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft unter den Bedingungen einer Integration in die gegenwärtige ökonomische und politische Weltordnung überhaupt möglich? In welcher Beziehung stehen in der gegenwärtigen Strategie der KP Chinas das sozialistische Ziel und die Entwicklung der Weltmacht China?

