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Fritz Bauer

eBook - oder Auschwitz vor Gericht

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783492963725
Sprache: Deutsch
Umfang: 352 S., 5.06 MB
Auflage: 1. Auflage 2013
E-Book
Format: EPUB
DRM: Digitales Wasserzeichen

Beschreibung

1963 dringt das Wort »Auschwitz« mit Wucht in deutsche Wohnzimmer. Gegen 22 ehemalige NS-Schergen wird Anklage erhoben, in Frankfurt beginnt ein Mammutprozess. Ein Mann hat diesen Prozess fast im Alleingang auf den Weg gebracht: Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt in Hessen. Ein Sozialdemokrat jüdischer Herkunft, der 1936 gerade noch hatte fliehen können. Er ist es, der die deutsche Nachkriegsgesellschaft zum Sprechen bringt und Adolf Eichmann vor ein israelisches Gericht. Im restaurativen Klima der Adenauer Zeit wird der Jurist damit zur Reizfigur, der seine Zunft erzürnt und von allen Seiten angefeindet wird: »Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich feindliches Ausland«, so beschreibt er seine Lage. Ronen Steinke erzählt das Leben des Mannes, der mit seiner Courage ein ganzes Land veränderte.

Autorenportrait

Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der "Süddeutschen Zeitung". Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als "Meisterstück" gelobt. Zuletzt erschien im Piper Verlag seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Inhalt

Vorwort von Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts1 Der Deutsche, der Eichmann vor Gericht brachte: Sein Geheimnis2 Ein jüdisches Leben: Worüber der umstrittenste Jurist der Nachkriegszeit nie sprichtEin Feuerkopf verstummt: Dr. Bauers gesammeltes Schweigen Eine Familie, die dazugehören will: Kindheit in der Kaiserzeit Chanukka und Bar Mitzwa: Erziehung zum Selbstbewusstsein3 Bildungsjahre 1921 1925: Die Talente erwachen23 Freunde Eine jüdische Studentenverbindung "Bekenntnis zum Deutschtum": Zwist mit Zionisten Tübingen, die Höhle des Löwen Eine Doktorarbeit, über die sich Industriebarone freuen4 Richter in der Weimarer Republik: Im Kampf gegen das aufziehende UnheilEs pocht am Dienstzimmer Ein Roter unter Schwarz-Weiß-Roten: Parallelwelt Justiz "Deckt das Justizministerium das Verhalten des Juden Bauer?" Im Duo mit Kurt Schumacher: Straßenkampf gegen die SA5 Konzentrationslager und Exil bis 1949Im Konzentrationslager Dänemark 1936: Wie ein Delinquent auf Bewährung Qualen der Abgeschiedenheit Die Deutschen rücken näher Schweden 1943: An der Seite Willy Brandts Wie Fritz Bauer seine Doktorarbeit zerreißt "Inopportun": Als Jude in der Politik nach 1945 nicht erwünscht6 Die Rehabilitierung der Männer des 20. Juli: Sein VerdienstDer Emigrant gegen die Nazi-Wiedergänger: Der Remer-Prozess 1952 Generalstaatsanwalt in Braunschweig 1950 "Die Frage wirkt sofort elektrisierend": Ein Land diskutiert den Widerstand "Mein Mitschüler Stauffenberg": Ein Plädoyer, das Geschichte schreibt7 "Mörder unter uns": Psychogramm eines AnklägersWozu Strafe? "Ich habe gewusst, wohin ich gehören möchte": Der Traum vom humanen Strafrecht Die Speerspitze des Fortschritts: Jugendrichter 1928 Das Nürnberger Tribunal 1945, leuchtendes Vorbild und abschreckendes Beispiel "Ihr hättet Nein sagen müssen": Ein Staatsanwalt, der den Rechtsbruch verlangt8 Der große Auschwitz-Prozess 1963 1965: Sein HauptwerkEine Cola in der Verhandlungspause Eine Bühne für das, was die Welt nicht erfahren sollte: Bauers Leistung Warum der Atheist mit Jesus argumentiert (und nie wieder mit Moses) Ein Querschnitt durchs Lager: Bauers Strategie Anfeindungen als vermeintlich unobjektives NS-Opfer Ein Regisseur, der sich in der Kulisse versteckt: Bauers eigene Rolle9 Verteidigung des Privaten: Sein DilemmaDer Bohemien: Bauer privat Reaktionärer Muff im Strafgesetzbuch und die Pflichten eines Generalstaatsanwalts Freund der Schwulen: Bauer in der Debatte um den Paragrafen 17510 Der Weg in die Einsamkeit: Seine TragikAngst vor der Nähe: Der Jurist und die Juden "Mit ihm konnte man nicht reden": Fritz Bauers junges Ankläger-Team "Die Linken kommen immer mit ihren Utopien": Enttäuschungen am Lebensende11 Der Tote in der Badewanne 1968AnhangDankQuellen und LiteraturAnmerkungenPersonenregisterBildnachweis

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